Pages to the People

Über uns


 

Wir sind
24 junge bzw. jung gebliebene Männer, die sich dem Chorgesang verschrieben haben - kein Gesangverein alten Stils
Wir beabsichtigen
alle Bereiche der Chormusik zu pflegen und höchste Qualität in musikalischen Ausführungen zu erreichen.
Wir haben
uns in Kölbingen in der Industriestraße ein eigenes Sängerheim geschaffen.
Wir wollen
neue und moderne Wege in der musikalischen Literatur gehen.
Wir proben
freitags ab 18:oo Uhr
Wir möchten
uns verstärken und freuen uns über jeden neuen Sänger.
Wir wohnen
in Kölbingen, eine über 1000 Einwohner zählende Gemeinde im Oberwesterwald. Geographisch ist der Westerwald ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges und wird begrenzt von der Sieg dem Rhein und der Lahn. Kölbingen liegt im rheinland-pfälzischen Teil des Westerwaldes nahe den Landesgrenzen zu Hessen und Nordrhein-Westfalen

 

 

 

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Aus unserer Geschichte

 

Warum eine Vereinschronik?
Was ist denn schon in einem Männergesangverein los?
Alles irgendwie uninteressant?
Aber nicht doch, im Gegenteil!

Dennoch alles mögliche Fragen, wenn es um die Zusammenstellung einer Chronik geht, die zu einem Festereignis wie wir es 2002 vom MGV Frohsinn aus feiern durften, nämlich das 100 jährige Bestehen des Vereins, an den Autor dieser Chronik gestellt werden konnten und auch wurden.

Ulrich Schlag hat mit dieser Vereinschronik und mit der vielfältigen Unterstützung, die er für dieses Projekt erfahren hat, dem Verein ein wertvolles und unschätzbares Geschenk gemacht. Nur wenige Vereine, die gleichen Alters sind, können auf eine solch sorgfältig recherchierte und aufgearbeitete Vereinschronik blicken oder diese zu gegebenen Anlässen mit Stolz präsentieren. Doch was ist es, das eine Chronik so wertvoll erscheinen lässt?
Nun sind die unterschiedlichen Sichtweisen eines jeden Menschen eben speziell. Worüber der eine sich freut, ist der andere zutiefst beleidigt oder gekränkt. Aber so ist das eben im Leben und die Geschichte ist von solchen „Anekdoten und Geschichtchen“ geprägt und sie prägen auch einen Verein wie den unseren. Es gibt eben Heiteres, Nachdenkliches, Positives, Negatives, kurz Erinnerungswürdiges aus heutiger und vergangener Zeit zu berichten, was sich in einer Chronik dann wiederfindet.

Gerade das Erinnerungswürdige ruft für den geneigten Leser eigene Erinnerungen an diese Zeit oder auch ähnliche Ereignisse bzw. an diese Ereignisse verbundene Gedanken und Vorstellungen wieder in das Gedächtnis zurück, und meist verbindet sich dieses Erinnern dann mit einem Lächeln oder Schmunzeln auf den eigenen Lippen. Eben das ist es, was für jeden eine solche Chronik wertvoll macht. Ist der Leser 80 Jahre alt oder gerade mal 15 Jahre jung beide können über dasselbe Ereignis aus einer unterschiedlichen Motivation heraus lachen, was bekanntlich gesundheitsfördernd sein soll.

Unsere Vereinschronik beginnt, wie könnte es anders sein, mit den Gründern, die damals sicherlich nicht ahnen konnten, dass sie eines Tages auf einer „Homepage“ stehen würden und sicherlich nicht mit einer solchen Entwicklung im Verein gerechnet haben. Es waren eben noch ganz andere Zeiten, die aber nicht unbedingt besser oder schlechter gewesen sind als die heutigen. Dank gilt jenen, die den MGV immer und zu jeder Zeit unterstützen und unterstützt haben.1902-1918 war die Welt und gerade die dörfliche, noch etwas anders wie sie uns heute erscheint und vorkommen mag. Sind für die Gründerväter unseres Vereines die Prinzipien der Freundschaft und Treue, neben dem täglich hart verdienten Brot ebenso wie das Gottvertrauen unabdingbare Stützen im Leben gewesen, die den einzelnen Charakter aber auch die dörfliche Gemeinschaft prägten, so finden sich heutzutage diese Ansprüche neben anderen wieder, die aber von Zeit zu Zeit und Mensch zu Mensch eine größere Bedeutung zu haben scheinen. Eine Disco kannte man nicht und Freizeit war bei der dörflichen Landwirtschaft, die sich in fast jeden Haushalt befand, eher knapp bemessen als reichlich vorhanden. Dennoch gelang es diesen Männern sich in den Gaststätten „Klee“ und „Heidrich“ oder in dem 1901 erbauten Schulgebäude zum Gesang zu treffen. Unter manchem Dirigenten wurde gesungen, aber man traf sich auch zu dieser Zeit nach den Gesangsstunden auf ein bis zwei Bier, die sich jeder Sänger nach vollbrachtem Tagwerk redlich verdient hatte. Bewusst schufen sich diese Männer 1902 ein Freizeitangebot mit der Gründung des Vereins „Cäcilia“ und leisteten auch damit der Geselligkeit und Kameradschaft Vorschub, indem man über Alltägliches, die Politik, den Kaiser sprach und auch über das was sein kann und was sein könnte. Kurz, es übertrug sich ein Teil des persönlichen Charakters der Gründerväter auch auf den Verein und das Vereinsleben. Wen wundert es da, wenn sich der Verein dieses sichtbare Motto: „In Freud und Leid zum Lied bereit“ 1957 in großen Buchstaben auf die Vereinsfahne schreibt und es bis Heute ein ungeschriebenes Vereinsgesetz ist, an das sich jeder Sänger zu halten pflegt.

1919-1949 nach dem Ersten Weltkrieg, bei dem sich eine ganze Generation in den Schützengräben in Russland, Italien und in Frankreich einer unvorstellbaren Härte und Grausamkeit ausgesetzt hatte und die Verwüstung, Hass, Leid und Schrecken in kaum gekannten Formen durchlebte, war man in Kölbingen bereit einen Neuanfang zu wagen. Waren auch nicht alle aus dem Krieg zurückgekehrt, so schuf man mit dem neu gegründeten Verein auch ein sichtbares Zeichen nach außen, indem man von „Cäcilia“ Abstand nahm und sich den Vereinsnamen „Frohsinn Kölbingen“ zulegte. Der Name sollte nach dem Willen des Vorstandes und der Sänger nun auch Motto des Vereines sein.

Die Weichen für die künftigen Zeiten waren damit gestellt. Man ahnte auch nicht, dass 1939 ein Krieg, der Zweite Weltkrieg, für eine ungewollte Pause im Vereinsleben sorgen würde. Zwischen 1910 und 1914, dann ab 1919 bis 1931 übernahm Bäckermeister Peter Kuch die Leitung des Vereins. Man singt nicht mehr nur um des Vaterlandes oder nationalen Pathos willen, sondern wegen der Freude am Lied. Zu stark sind die Erinnerungen an die Fronten und die Marschlieder in den Kasernen. Zwischen 1931 und 1936 übernimmt Lehrer Rickenberg die Vereinsleitung, der dann durch Willi Klee bis 1939 ersetzt wird.
Der Zweite Weltkrieg bricht aus und erneut ruht das Vereinsleben bis 1948, auch wenn der Krieg 1945 endet. „Frohsinn“ Kölbingen verliert seinen Dirigenten und weitere fünf Mitglieder. Keine „Zeit zum Singen und Fröhlichsein“. Aber es liegt trotz all der Trauer und des Leides einzelner Familien, die der Krieg über sie gebracht hat, nicht in der Natur eines Westerwälders in Depressionen zu verfallen und untätig zu ruhen. Es gibt eine Zeit sich dieser Mitglieder zu erinnern, wie auch an eine Zeit diese besonders zu ehren, doch 1948 war es an der Zeit neue Hoffnung und Zuversicht zu schöpfen und diese in Liedern zu den Menschen zu bringen. Eine Zeit des Aufbruchs und des Mutes liegen vor dem Verein und seinen Mitgliedern. Doch nicht nur regional bewegt sich etwas, sondern auch auf Landesebene formiert sich im September 1949 der Sängerbund Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach. Mit 24 Sängern und einem Durchschnittsalter von unter 30 Jahren, startet der 1949 neu erweckte „MGV Frohsinn Kölbingen“ als Mitglied des Deutschen Sängerbundes e.V. 1950 in eine neue Ära des Gesanges und der Fröhlichkeit.

1950-1960 geprägt wird dieses Jahrzehnt durch den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. Mit einem Gesangswettstreit in Heimbach verbindet der MGV Frohsinn eine Rundfahrt auf dem Rhein zu einem heute traumhaften Preis von 50 Pfennig. Beides ist ein voller Erfolg. Mit Alois Ickenroth übernimmt 1951 eine Persönlichkeit den Vorsitz des Vereins, die erst 1986 durch einen Wechsel im Vorsitz und Vorstand abgelöst wird. Alois Ickenroth wird sich um den MGV Frohsinn hohe Verdienste erwerben und wird daher 1986 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1952 feiert man den 50. Jahrestag der Gründung des Vereines. Ein Freundschaftssingen wird veranstaltet und 8 Gastvereine finden sich hierzu in Kölbingen ein. 1954 erhalten erstmals alle aktiven Sänger, von denen man 24 Stück hat, den Sängerpass des Deutschen Sängerbundes. Bereits 1956 bereitet man sich auf das Jubiläumsjahr 1957 vor und schränkt die gesanglichen Auftritte auf ein Minimum. 1957 feiert man dann vom 22.-24. Juni das 55.-jährige Bestehen des Vereins. Hierzu werden eigens auf einem Ehrenwagen die noch lebenden Gründungsmitglieder in einem Festzug mit Festdamen und den Teilnehmern am Sängerfest durch die Straßen der Ortsgemeinde mit Musik geleitet. Ein großes Ereignis, nicht zuletzt deswegen, weil die neue Vereinsfahne in diesen Tagen ihrer Bestimmung übergeben wird. Walter Mersteiner wird bis zum Oktober 2003 zu allen festlichen Anlässen die Obhut der Vereinsfahne angetragen. Die Jahre 1958 und 1959 sind dadurch geprägt, das sich der Vereinsvorstand um die gerichtliche Eintragung bemüht und der Verein eine stetig steigende Anzahl von aktiven und fördernden Mitgliedern verzeichnen kann. Gleichzeitig wechselt die musikalische Leitung von Herrn Ubrig auf Chorleiter Erwin Jung und man entscheidet sich in der Versammlung, dass nun alle drei Jahre der Vorstand des Vereines neu zu wählen ist. Geprägt wir diese Zeit auch durch den Neubau der Kirche in Möllingen, deren Grundstein am 14. August 1960 gelegt wird und zu dessen Gunsten der MGV ein Chorkonzert in Möllingen arrangiert. 1960 wird erstmals Heini Jung als Geschäftsführer in den Vorstand des MGV gewählt. Diesen Posten begleitet er bis 1986 wo er Alois Ickenroth im Vorsitz ablöst und für seine 25jährige Tätigkeit als Geschäftsführer eine Dankesurkunde erhält.

1961-1971 wird nicht weniger ereignisreich sein, wie die Jahre zuvor. Man hält an den altbewährten Traditionen, einer Weihnachtsfeier und eines jährlich ausgetragenen Preisskats fest und begeht auch 1967 das 65. Jubiläumsjahr des MGV Frohsinn, zu dem erneut eine Festschrift herausgegeben wird. Eine Neuerung ist das ab 1961 jährliche Vereinsquiz „Wer gegen Wen“ dessen Durchführung sich aber nach 1965 verliert. 1962 tritt Josef Manns aus Ailertchen zunächst die vorläufige Chorleitung an, die sich aber dann bis ins Jahr 1973 auf Wunsch des Vorstandes und der Mitglieder ausweitet. In diesem Zusammenhang muss unbedingt auf den Beschluss in der Jahreshauptversammlung von 1963 hingewiesen werden, Zitat: „Der neue Dirigent, Herr Manns aus Ailertchen, wird zu den wöchentlichen Gesangsstunden abwechselnd von den Sängern mit dem PKW abgeholt. Jeder Sänger, der nicht im Besitz eines Fahrzeuges ist, zahlt als Ausgleich jeweils 2,- DM in die Vereinskasse.“ Tja, so waren die Zeiten noch knapp 20 Jahre nach dem Krieg. Nicht wie heute, wo in einer Familie durchschnittlich zwei PKW vorhanden sind. Man arrangierte sich und wie mir heute noch Mitglieder berichten waren die Hin- und Heimfahrten „nicht ohne“. Kurz man hatte mit diesem Beschluss und dem Chorleiter nicht nur gesanglich einen guten Fang gemacht, sondern kam in den Genuss die ein oder andere Anekdote auch heute noch zum Besten geben zu können. Heini Jung wird 1969 in den Kreisvorstand des Sängerkreises Oberwesterwald gewählt.

1972-1982 Auch hier werden die Vereinsjubiläen 70 und 80 Jahre MGV Frohsinn im gebührenden Rahmen begangen unter den Schirmherren Dr. Dedner (1972) und Günter Benger (1982). Wertungssingen und Gesangswettstreite verschiedener Kategorien werden immer überdurchschnittlich mit sehr gut und gut bis sehr gut bestritten.1973 legt Josef Manns das Amt des Chorleiters nieder und Hans Peter Ickenroth übernimmt kurzfristig die weiteren Verantwortlichkeiten des Chorleiters (z.B. Großveranstaltung zum Wohl des Kindergartens). Wihelm Zirfas, ein Gründungsmitglied des Vereins, wird 90 Jahre. Ein Jubiläum, das gebührend gefeiert wird. 1974 hat man in Walter Höhn einen neuen Chorleiter gefunden. 1976 ehrt man Alois Ickenroth für seine bis dahin 25-jährige Tätigkeit als Vorsitzender. 1977 begeht man zusammen mit den Mainzer Hofsängern und dem Schirmherren Eugen Nilges das 75-jährige Bestehen des Vereins und dies mit einem Pokal-Wertungssingen und weiteren 37 Terminen, die in diesem Jahr stattfanden. Mehr als 800 Sänger und eine rege dörfliche Beteiligung mit Höchstleistungen der Vereine lassen dieses Jubiläum in die Geschichte des Vereins eingehen. 1978 kommt ein Vereinsausflug in den Schwarzwald zwecks Erholung und Ausspannung gerade recht. 1981 begeht man zusammen mit den anderen Ortsvereinen das Richtfest des neu errichteten Dorfgemeinschaftshauses. 1982 steht das 80 jährige Jubiläum auf dem Fahrplan des Vereins, das in einem Festkommers und einem Freundschaftssingen von 28 Vereinen seinen Höhepunkt findet.

1983-1993 Feierte man 1982 ein rundes Jubiläum an das man sich gerne erinnert, so war 1983 verhältnismäßig gesehen ein ruhiges Jahr, was aber 1984 gleich zu Beginn revidiert werden musste. Angefangen hatte es mit Vorstandsneuwahlen, die gleich durch Nachwahlen ergänzt werden mussten und dann ihren Höhepunkt in einem vollkommen misslungenen Grabgesang zu Ehren eines verstorbenen Sängers seinen traurigen Höhepunkt fand. Es läuft eben nicht immer alles wie es laufen soll. Ein neuer Chorleiter, Bernd Höwer bringt aber hierbei Licht an das Ende des Tunnels; und auch die Lerchen vom Geisenwald, eine Sängergruppe, auf die der Verein bis heute Stolz ist, kann ihr 10-jähriges Bestehen in diesem Jahr feiern. 1986 beginnt die Ära Heini Jung, der Alois Ickenroth als Vorsitzender des MGV Frohsinn ablöst. Alois Ickenroth wird Ehrenvorsitzender des Vereines. 1987 steht das 85. Jubiläum des Vereines an. Alois Ickenroth übernimmt die Schirmherrschaft und man erwartet 1.400 Sänger zum Festkommers und Freundschaftssingen. Langjährige aktive Sänger werden mit Ehrennadeln ausgezeichnet. 1988 führt ein gemeinsamer Auftritt mit der Sängervereinigung aus Oberahr zu einem Pokalsieg, obwohl das Jahr ansonsten recht ruhig verläuft. 1990 übernimmt Hubert Teusen „vorläufig“ für die kommenden Jahre bis 2003 den MGV Kölbingen, nachdem 1989 Bernd Höwer anmeldet seine Chorleitertätigkeit beenden zu möchten. Hubert Teusen hätte nicht gedacht, das eine vorläufige Tätigkeit ein solches Ausmaß annehmen kann. Unter diesem Chorleiter feiert der Verein seine größten Erfolge (Meisterchor, Zelter-Plakette) und ernennt ihn wegen seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenchorleiter (2003). 1992 feiert man in gebührendem Rahmen das 90-jährige Bestehen des Vereins, zu dem sich viele Gratulanten einfinden.

1994-2005 Mit den Vorstandswahlen in dem Jahr 1994 wird der Vorstand durch zwei Beisitzer erweitert. Nachdem Stufe 2 und das Regionalsingen für den MGV mit Erfolg verlaufen sind, wagt man den Schritt zum Meisterchorwettstreit unter dem Chorleiter Hubert Teusen. Mit einem Traumergebnis von 231 Punkten und „sehr gut“trägt der MGV Frohsinn mit Stolz den Titel eines „Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“. Dementsprechend fröhlich und ausgelassen wird dieser Titel in Klüsserath und zu Hause gefeiert. 1995 verläuft vergleichsweise ruhig und der Meisterchor MGV Frohsinn wird von der Gemeinde mit einem feierlichen Empfang im neuen Jahr begrüßt. 1996 widmet sich man den Vorbereitungen auf das traditionelle Adventskonzert, verschiedenen Jubiläen und kleineren Wettstreiten, sowie dem Freundschaftssingen in Weidenhahn. 1997 begeht man etwas ruhiger die 95. Jahresfeier und lädt vom 19.-20.07.97 zu einem Freundschaftssingen. Bei diesem Anlass werden Freunde, langjährige Mitglieder und Gönner ausgezeichnet. 1998 erlangt man beim Regionalleistungssingen großartige Erfolge. An diese Leistungen knüpft man 1999 an und verteidigt in Nickenich den Meisterchortitel mit der Note „sehr gut“. 2000 begeht die Ortsgemeinde und der Gesangverein dieses freudige Ereignis im Dorfgemeinschaftshaus in Kölbingen. Des weiteren erhält man den 1. Dirigenten- und Klassenpreis beim Volksliederwettbewerb in Weroth. Im gleichen Jahr wird Heini Jung zum Ehrenvorsitzenden des Sängerkreis Oberwesterwald für seine langjährigen Tätigkeiten ernannt. 2001 ein vergleichsweise ruhiges Jahr, dennoch nicht ohne weitere Erfolge, die sich beim 100 jährigen Gründungsfest des Nachbarvereins Harmonie Kaden einstellen.

2002 ein besonders Jahr für den Verein und alle seine Mitglieder ! 100 Jahre ist dieser Verein nun alt und dies begeht man in dem nur denkbar schönsten Rahmen. Höhepunkt ist die Verleihung der Zelter-Plakette, die einen Ehrenplatz im Vereinslokal besitzt.

2003 verlässt uns nach langer Chorleitertätigkeit Hubert Teusen, der dem Chor bis heute als Ehrenchorleiter eng verbunden ist. 2004 tritt Uwe Ebach die Nachfolge an und die aktiven Mitglieder sind begeistert. Freude und Elan sind deutlich zu spüren und man widmet sich dem angestrebten Ziel erneut „Meisterchor“ werden zu wollen. Doch dann kurz vor dem Ereignis die Hiobsbotschaft von oberster Stelle … Uneinigkeit über die rechtzeitig gemeldete Liedauswahl führen zu Diskrepanzen und der Verein wie der Vorstand entscheidet sich aufgrund der Situation im Chor den Meisterchortitel in diesem Jahr nicht zu verteidigen. Die Empörung über dieses Ereignis ist deutlich zu spüren, aber auch eine gewisse „Last“ von den Schultern der Sänger genommen. In diesem Jahr besucht man während des Vereinsausflugs die Saalburg und verbringt auch im Botanischen Garten in Frankfurt, wie auch in einigen Äppelwoikellern in Sachsenhausen angenehme und lustige Stunden, obwohl das Spiel der deutschen Nationalelf eher die Stimmung trübt als erfreut, was aber im Hintergrund gestellt wird durch die allgemein ausgelassene Stimmung. Ferner wird erstmals ein Gedenktag im September 2004 für alle verstorbenen Mitglieder des Vereines eingerichtet. Dieser Gedenktag gilt jenen, die durch ihre Leistung und ihre Stimme stets dem Verein Leben verliehen und Seele gegeben haben. Ihnen gilt unser Dank und unsere Anerkennung, da sie nun stumm geworden sind … es bleibt die Erinnerung an gemeinsam verbrachte schöne Stunden.

Was uns verbindet ist der Gesang und die Kameradschaft, die beide gehegt und gepflegt werden wollen. Sicherlich kann man nicht immer einer Meinung sein, aber man sollte Zorn und Feindschaft, Ärger und Unbill keine Chance geben, sondern getreu unserem Motto „In Freud und Leid zum Lied bereit“ und stets ein fröhliches Lied auf den Lippen die Kameradschaft pflegen. Diesen Leitsätzen widmet sich der Vorstand und die Sänger… und das wir auch Humor und Witz besitzen und damit nicht hinter´m Berg halten beweist der erste Karnevalsauftritt (seit langer Zeit) des „Xangvereins“ im Jahr 2005, der mit einem „Hui Wäller …. Allemol“ von der Bühne verabschiedet wurde aber auch einem dreifachen „Helau“ und einer Rakete.

Hier endet vorläufig die zusammengefasste Chronik, basierend auf jener, die Ulrich Schlag 2002 in mühsamer Kleinarbeit für den Verein geschrieben hat. Ich hoffe es hat Spaß gemacht sie zu lesen und freue mich mit den Sängerkameraden des MGV Frohsinn, wenn unsere Geschichte Anlass bietet man zwanglos vorbeizuschauen, wenn wir uns freitags ab 18:00 Uhr treffen (Termine der Proben finden sich auch im Wäller Wochenspiegel ). Jeder ist willkommen und Singen kann auch jeder … oder wie unser Chorleiter zu sagen pflegt, wenn der Ton mal wieder zu hoch oder tief war: „Hört sich auch ganz gut an, aber in den Noten steht das etwas anders.“


Es grüßt Euch
Mario Schäfer